Drei Bilder aus der Ausstellung NITRO (2009) von insgesamt 30 Exponaten, fast alle davon aus der jüngsten Vergangenheit, zeigen das aktuelle Potential des Fredl Hofer.
Kurzes Statement zur Ausstellungseröffnung Alfred Hofer ist der bekannte Hofer Fredl. Dieser bekannte Fredl lernte Automechaniker, heute ist er Zeichner, Illustrator und Designer. Ein Künstler ist er laut eigener Aussage nicht, - wer weiss schon, was ein Künstler überhaupt ist. Der
Fredl ist als Zeichner jedenfalls ohne künstlerischen Genierer bis in
die Randbereiche von Comix wenn nicht sogar der Karikatur vorgedrungen.
Auf
alle Fälle hat ihn das Zeichnen von wildgewordenen Pontiacs schon immer
mehr interessiert als das Reparieren von Pleuellagern.
Gottseidank muss man ja sagen. Wer würde sich schon reparierte Pleuellager an die Wand hängen.
Wobei das mit den wildgewordenen Pontiacs ja auch nicht immer so einfach ist. Weil der bekannte Fredl malt und zeichnet ja meistens nix so Schönes, sondern was Schiaches. Dann sagen die Leute wieder zum Fredl: Fredl, du bist a so a guter Zeichner, und dann zeichnest Du immer so schiache Büda. Und so kann es schon sein, dass aus dem Pontiac ein paar Raketenwerfer herauswachsen, oder der Phaeton am Hydranten zerschellt.
Der technoide Stil, provokativ, dynamisch...manchmal auch humorvoll mischt sich mit schnell hingeworfenen Skizzen, Reiseimpressionen, mit unglaublicher Energie hat er in den letzten Jahren eine Unmenge an Zeichnungen, Skizzen, Lithografien und anderes produziert die alle eines gemeinsam haben: sie sind auf den ersten Blick als Hofer identifizierbar, unverkennbar die Handschrift direkt aus dem Bauch heraus, mit wenigen Strichen gezeichnet bis hin zu ausgefeilten Studien, die fast schon Malerei sind
also: er ist offenbar doch ein Künstler, der Fredl und ein guter noch dazu für mich der Beste - und Spannendste - in Linz